Ende letzten Jahres wurde mir klar, dass mir mein Netbook zwar gute Dienste leistet, aber für die Aufgaben in meinem Studium einfach zu klein ist. Deshalb habe ich mich dazu entschieden ein neues, größeres Notebook anzuschaffen.
Nach einigem Überlegen und Abwägen ist meine Wahl auf ein 15.6 Zoll großes Samsung R519 T6500 Seebi gefallen. Dabei hat nicht zuletzt der für die Leistung günstige Preis von 449 Euro (Angebot von Saturn) eine Rolle gespielt.
Der Rechner ist in einem schönen mattschwarz gehalten, deshalb habe ich es gleich “darkside” getauft. Die Tastatur ist angenehm leichtgängig und bietet auch für große Hände genug Platz. Auch ein bei vielen Notebooks fehlender Ziffernblock ist vorhanden und nicht zu gequetscht. Das Touchpad bietet leider kein Multitouch, aber dafür vertikales und horizontales Scrollen am rechten bzw unteren Rand.
Im inneren steckt ein Intel CoreDuo mit 2.1GHz Taktung und 3GB DDR2 RAM mit 800MHz. Die Festplatte ist mit 320GB auch nicht gerade klein. Der integrierte DVD+-Brenner liest und brennt CDs genau so brav, wie DVD+ und DVD-.
Das mitgelieferte Windows7 installiert sich beim ersten Start automatisch, dauert aber meiner Meinung nach mit ca 1 Std Installationszeit eindeutig zu lang. Nachdem ich ja kein besonders enger Freund von Microsoft-Produkten bin, habe ich das bei mir bereits obligatorische Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) auf eine weitere Partition installiert. Genug Platz bietet die Festplatte ja.
Die Installation lief, wie gewöhnlich, reibungslos. Partitionen erstellen, und warten. Mit einer Installationszeit von etwa 20 Minuten hat Ubuntu hier Windows7 in die Schranken gewiesen.
Nach dem ersten Boot von Platte habe ich mich gefreut, dass WLAN problemlos funktioniert und die aktuellen Versionen der Pakete durch den Äther zischten. Auch die Geschwindigkeit des Rechners freut mich sehr, ebenso wie mich das Widescreen-Display immer wieder begeistert.
Leider kann ich momentan nicht viel mehr über meinen darkside schwärmen, weil Samsung-Notebooks und Linux sich in einigen wichtigen Punkten nicht wirklich gut verstehen. Meine Probleme im Detail:
3D-Beschleunigung mittels “nvidia”-Treiber
Einige grafische Oberflächen von Linux-Systemen haben sich in den letzten Jahren gemausert und sind schön anzusehen und leicht zu bedienen.
Leider muss man ohne 3D-beschleunigende Treiber, wie den proprietären “nvidia”-Treiber auf viele dieser Annehmlichkeiten verzichten. Wenn ich meinen darkside mit dem genannten Treiber laufen lasse, kommt es von Zeit zu Zeit zu hässlichen Bildfehlern, die Arbeiten schwierig bis unmöglich machen. Deshalb bin ich auf den offenen “nv”-Treiber umgestiegen, der gute Dienste leistet.
In absehbarer Zeit soll ein offener Grafikkartentreiber für Nvidia-Karten erscheinen, der auch 3D-Beschleunigung bietet.
FN-Tasten und Bildschirmhelligkeit
Der zweite, sehr schwerwiegende negative Punkt ist die Tatsache, dass sich die Bildschirmhelligkeit weder mit den FN-Tasten (die bei fast keiner Funktion ansprechen) noch über Systemeinstellungen wirklich dunkler schalten lässt. Das gilt auch für die Hintergrundbeleuchtung. Zum einen bekommt ein Vollzeitnerd von so einem hellen Licht früher oder später Sonnenbrand, zum anderen wird die Akkulaufzeit unnötig verkürzt. Die einzigen Lösungsansätze für das Problem fangen damit an, einen Kernel selbst zu kompilieren, bieten aber keine wirklich funktionierende Lösung.
Zu meinem Glück ist das Problem nicht auf mein Notebook-Modell beschränkt, sondern ein generelles Problem von vielen Samsung Notebooks. Warum Glück? Weil sich dadurch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass jemand der sich mit solchen Fällen auskennt eine Lösung für diesen Umstand findet.
Bis dahin werde ich wohl oder übel ohne tolle Effekte, zu hoher Bildschirmhelligkeit und dadurch verkürzter Akkulaufzeit leben müssen, denn ein Umstieg auf Windows ist mir zu aufwändig.

